Friseur-WM in Moskau: Robert holt Silber
Hervorragend hat die deutsche Nationalmannschaft bei der Friseur-Weltmeisterschaft in Moskau abgeschnitten. Die Junioren holten im Damenfach Gold und Bronze sowie im Herrenfach Silber. Die Senioren erreichten im Damenfach den zweiten Platz.
Das Seniorenteam im Damenfach: Trainer Joachim Wolf, Anna Timina, Edith Milchmeier, Christin Zieger, Arkadius Wilczynski, René Zimmermann von Wella (v.l.n.r.) und die Modelle.
Trotz der guten internationalen Konkurrenz gelang es den deutschen Akteuren, auf ganzer Linie zu überzeugen. Viele Monate intensiver Vorbereitung lagen hinter dem 20-köpfigen Nationalteam. Neben dem täglichen praktischen Training stand auch Mentaltraining und “Gegner”-Analyse auf dem Programm. Wie es seit vielen Jahren Tradition ist, verbrachten auch diesmal die deutschen Meisterschafts-Teilnehmer die mehrtägige Vorbereitungs-Endphase gemeinsam im Hause Wella, um sich gegenseitig zu motivieren und ihrer Arbeit den letzten Schliff zu geben.
Die deutsche Friseur-Nationalmannschaft gehört seit vielen Jahren zu den internationalen Spitzenteams. 1998 und 2000 holten die WM-Teams des Zentralverbandes die Weltmeistertitel im Damenfach (Senioren und Junioren) sowie die Weltmeistertitel 2002 und 2004 des Junioren-Damenfach-Teams. An diese Erfolge konnten die Top-Stylisten in Moskau anknüpfen. Das Juniorenteam mit Tina Schillo, Edith Milchmeier, Cristin Zieger und Anna Timina holte den Weltmeistertitel im Damenfach, Kategorie Technik, gefolgt von Frankreich und Russland. Im Junioren Herrenfach, Kategorie Technik, schaffte es das Team Ansgar Bannert, Marcel Ritter, Susann Hoffmann und Anna-Maria Hoffmann hinter Italien auf einen hervorragenden zweiten Rang. Nicht minder gut sieht es bei den Junioren im Damenfach, Kategorie Mode, aus. Hier freuen sich Simone Schaller, Constanze Schiesser und Ceyhan Öztürk über die Bronzemedaille. Platz eins ging an die Schweiz, Platz zwei an Italien. Und last but not least – die Senioren (Edith Milchmeier, Christin Zieger, Anna Timina und Arkadius Wilczynski), denen im Damenfach, Kategorie Technik, der Sprung auf Platz zwei – hinter Gastgeber Russland – gelang.
Die deutsche Nationalmannschaft
Für Deutschland traten im Damenfach an: Susann Fischer, Mike Hoffmann, Edith Milchmeier, Ceyhan Öztürk, Kahraman Öztürk, Simone Schaller, Constanze Schiesser, Tina Schillo, Anna Timina, Arkadius Wilczynski und Christin Zieger. Fachlich betreut wurden sie von Winfried Löwel und Joachim Wolf. Im Herrenfach starteten Ansgar Bannert, Constanze Grimm, Michelle Fabiano, Sonja Fischer, Carina Heitmann, Anna-Maria Hoffmann, Susann Hoffmann, Alexandra Klein, Robert Mrosek, Tindaro Orifici und Marcel Ritter. Trainiert wurden sie vom ZV-Herrenfach-Beauftragten Karlheinz Koch und René Ritter. In den Sonderwettbewerben “Hair Extensions” traten an: Hansi Denterlein, Irena Rusinek, Ivonne Schmidt, Vivien Sido und Manja Thetmeier Haase.
Knapp 50 Nationen wetteiferten um die Titel
Bei den Weltmeisterschaften der Friseure in Russland waren etwa 650 Friseure aus 49 Ländern vertreten. Die Akteure zeigten das gesamte Repertoire: von der hohen Schule der Friseurkunst mit ihrem besonderen technischen Anspruch bis zu verbraucherorientierten Trendfrisuren. Die erste Weltmeisterschaft fand 1947 in Paris statt. Seitdem werden die Wettbewerbe alle zwei Jahre ausgetragen. Die nationalen Mitgliedsverbände der Organisation Mondiale Coiffure (OMC) entsenden Teams im Damen- und Herrenfach zu den Weltmeisterschaften. Die Akteure dieser Mannschaften haben sich in der Regel über nationale Meisterschaften und Fachwettbewerbe qualifiziert. Seit den 80er Jahren werden auch Wettbewerbe der Junioren veranstaltet.
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